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Zunächst einmal einige Definitionen zur Klarstellung was Allergie ist.Oft wird Allergie auch verwechselt mit einer Nahrungsmittel-Unverträglichkeit.


Definition von Allergie aus Wikipedia:

 

Als Allergie (griechisch  .die Fremdreaktion“ ) wird eine überschießende Abwehrreaktion des  Immunsystems auf bestimmte und normalerweise harmlose Umweltstoffe (Allergene) bezeichnet, die  sich in typischen, durch entzündliche Prozesse ausgelösten Symptomen äußert.

 

Begriffsentstehung

 

Der Begriff Allergie wurde 1906 von Freiherr Clemens von Pirquet, einem Wiener Kinderarzt, in  Analogie zu Energie geprägt in der Hinsicht, dass der en-érgeia, einer körpereigenen (inneren)  Kraft, eine all-érgeia als Ausdruck von Reaktionen auf körperfremde Stoffe gegenübertrete.[1]  Pirquet definierte Allergie weit gefasst als .veränderte Fähigkeit des Körpers, auf eine  fremde Substanz zu reagieren“. In dieser Definition sind sowohl verstärkte (Hyperergie),  verminderte (Hypoergie) wie auch fehlende (Anergie) Reaktivitäten einbezogen. Pirquet erkannte  als erster, dass Antikörper nicht nur schützende Immunantworten vermitteln, sondern auch  Überempfindlichkeitsreaktionen auslösen können. Heute beschreibt der Begriff Allergie die  Überempfindlichkeitsreaktionen, die durch eine Immunantwort gegen ansonsten harmlose Antigene  ausgelöst werden.

 

Ursachen 

 

Es gibt verschiedene Ursachen für allergische Erkrankungen.

Eindeutig belegt ist ein erhöhtes Allergie-Risiko für Kinder, bei denen entweder ein oder  beide Elternteile Allergiker sind. Offensichtlich spielen aber mehrere genetische Faktoren  zusammen, es gibt also nicht das eine .Allergie-Gen“, und es scheinen auch die  unterschiedlichen Krankheitsformen (Asthma, Atopische Dermatitis, etc.) unterschiedlich  genetisch determiniert zu sein. Es gibt eine Vielzahl von Kandidatengenen, die möglicherweise  oder wahrscheinlich an der Entstehung von allergischen Erkrankungen beteiligt sind (u. a.  ADAM33, GPRA, IL1RN u. v. a. m.)

 

Lebensmittel-Unverträglichkeit oder Lebensmittel-Intoleranz (im Gegensatz zu Allergie)

 

Milch macht munter, das gilt leider nicht für jeden. Unverträglichkeit oder Allergie?

Wenn kurz nach dem Essen der Magen wehtut, die Schleimhäute anschwellen oder der Darm rumort,  denken viele sofort an eine Allergie. Doch diese Diagnose stimmt nicht immer, denn oft ist das  Immunsystem gar nicht für die Beschwerden verantwortlich. In diesem Fall spricht man von einer  Lebensmittel-Unverträglichkeit, beziehungsweise einer Lebensmittel-Intoleranz.

Weil die Symptome ähnlich sein können, werden Unverträglichkeiten oft mit Allergien  verwechselt. Die Ursachen für beide Erkrankungen sind jedoch unterschiedlich. Bei einer  Allergie antwortet der Körper mit einer immunologischen Reaktion auf bestimmte Stoffe, auch  Allergene genannt.

Echte Allergie oder Lebensmittelunverträglichkeit?

Bauchschmerzen oder Juckreiz nach dem Essen müssen nicht zwangsläufig eine  Lebensmittelallergie bedeuten. Neben der allergischen Abwehrreaktion des Immunsystems gibt es  eine Reihe von anderen Unverträglichkeitsreaktionen auf Lebensmittel, denen andere  Reaktionsmechanismen zu Grunde liegen.

 

Unverträglichkeiten häufiger als Allergien?

Anders als zur Häufigkeit allergischer Reaktionen gibt es in Bezug auf die Häufigkeit von  anderen Unverträglichkeitsreaktionen nur wenige Untersuchungen und kontrollierte Studien.  Bekannt ist, dass circa 15 bis 22 Prozent der Bevölkerung in Deutschland unter einer  Laktose-Intoleranz leiden. Unverträglichkeiten auf glutenhaltige Lebensmittel finden sich laut  Aussage der Deutschen Zöliakie Gesellschaft bei einem von 1.000 Bürgern, wobei die Erkrankung  oftmals unerkannt bleibt, sodass die Dunkelziffer weitaus höher einzuschätzen ist.

 

Sehr viel seltener sind Reaktionen auf natürliche und synthetische Zusatzstoffe in der  Nahrung, die als Pseudoallergien bezeichnet werden. Schätzwerten zufolge reagieren weniger als  ein Prozent der Deutschen auf Zusatzstoffe in unseren Lebensmitteln.

 

 

 

Arzneimittelallergie oder Medikamentenallergie

Definition:

 

Eine Arzneimittelallergie (Arzneimittelexanthem) kann entstehen, wenn der Körper auf bestimmte  Inhaltsstoffe von Medikamenten allergisch reagiert. Unter einem Exanthem versteht man einen  Hautausschlag, der vom Bindegewebe der Gefäße ausgeht und üblicherweise wieder zurückgehen  kann. Das Exanthem kann gleichmäßig über den ganzen Körper verteilt sein oder auch nur an  bestimmten Körperstellen auftreten. Eine Arzneimittelallergie kann sich in jeder Form einer  allergischen Reaktion äußern.

Da Arzneimittel neben dem Wirkstoff auch immer so genannte Hilfsstoffe, wie zum Beispiel  Füllmittel, Stabilisatoren, Geschmacks- und Farbstoffe enthalten, gibt es auch Fälle, bei  denen die Arzneimittelallergie nicht auf den Wirkstoff selbst, sondern auf einen der anderen  Medikamenten-Bestandteile zurückzuführen ist.

Eine Arzneimittelallergie  kann entstehen, wenn der Körper auf bestimmte Inhaltsstoffe von  Medikamenten unverträglich reagiert.

Eine Arzneimittelallergie kann sich in jeder Form einer allergischen Reaktion äußern. Aufgrund  der vielfältigen Reaktionstypen können Arzneimittelallergien auch sehr unterschiedliche  Erscheinungsbilder haben und unterschiedlich schwer auftreten. Die meisten  Arzneimittelallergien treten in Form von Hautreaktionen auf. Es können aber auch andere Organe  betroffen sein. Da die allergischen Hautreaktionen in der Regel anderen Reaktionen im Körper  vorausgehen, kann man sie als eine Art Frühwarnsystem sehen

(Quelle: www.wikipedia.de)